Glaube daran – Lebe danach – Sei bereit dafür zu Opfern

Das gute Ende

Alles Lob gebührt Allah.

Erstens: eine gutes Ende …

Ein gutes Ende ist, wenn ein Mensch vor seinem Tod rechtgeleitet wurde, sodass er sich von dem fernhielt, was den Zorn des Herrn erregt, die Sünden bereute, sich darauf konzentrierte, gottesdienstliche Handlungen durchzuführen sowie gute Taten, und dann in einem guten Zustand starb. Einer der Beweise dafür ist der von Anas ibn Mālik (möge Allah mit ihm zufrieden sein) überlieferte sahīh Hadīth, in dem es heißt: Der Gesandte Allahs salla Allahu alaihi wa sallam sagte: „Wenn Allah etwas Gutes für Seinen Diener will, benutzt Er ihn.“ Sie fragten: „Wie benutzt Er ihn?“ Er antwortete: „Er rechtleitet ihn zu guten Taten bevor er stirbt.“ (Imām Ahmad 11625; al-Tirmidhi 2142; von al-Albāni in al-Silsilah al-Sahīhah 1334 als sahīh klassifiziert).

Der Gesandte Allahs salla Allahu alaihi wa sallam sagte: „Wenn Allah etwas Gutes für Seinen Diener will, versüßt Er ihn.“ Er wurde gefragt: „Was ist diese Süße?“ Er antwortete: „Allah rechtleitet ihn zum Verrichten rechtschaffener Taten bevor er stirbt, dann nimmt Er (seine Seele), während er in diesem Zustand ist.“ (Ahmad 17330; von al-Albāni in al-Silsilah al-Sahīhah 1114 als sahīh klassifiziert).

Es gibt Anzeichen für ein gutes Ende, einige davon sind von dem Sterbenden zu sehen, wenn er stirbt, und einige können für andere Leute sichtbar sein.

Zweitens:

Die Zeichen für ein gutes Ende, welche dem Sterbenden erscheinen, sind Dinge, die ihm, wenn er stirbt, die frohe Botschaft bringen, dass Allah mit ihm zufrieden ist. Allah sagt (ungefähre Bedeutung):

„Gewiss, diejenigen, die sagen: „Unser Herr ist Allah“, und sich hierauf recht verhalten, auf sie kommen die Engel herab: „Fürchtet euch nicht, seid nicht traurig, und vernehmt die frohe Botschaft vom (Paradies-) Garten, der euch stets versprochen wurde.“ (41:30).

Diese frohe Botschaft kommt zu den Gläubigen, wenn sie sterben. Siehe Tafsīr ibn Sa`di, 1256.

Dies wird auch durch den bei al-Bukhāri verzeichneten Hadīth 6507 (Muslim 2683) bewiesen, in dem die Mutter der Gläubigen, `Ā’ischah (möge Allah mit ihr zufrieden sein), sagte: Der Gesandte Allahs salla Allahu alaihi wa sallam sagte: „Wer auch immer es liebt, Allah zu treffen, Allah liebt es, ihn zu treffen, und wer auch immer es verabscheut, Allah zu treffen, Allah verabscheut es, ihn zu treffen.“ Ich sagte: „Oh Prophet Allahs, meinst du das Verabscheuen des Todes, denn wir alle verabscheuen den Tod?“ Er antwortete: „Es ist nicht so; doch wenn dem Gläubigen die frohe Botschaft der Gnade und des Wohlgefallen Allahs und Seines Paradieses gegeben wird, liebt er es, Allah zu treffen. Und wenn dem Kāfir die Botschaft des Zorns und der Strafe Allahs gegeben wird, dann verabscheut er es, Allah zu treffen, und Allah verabscheut es, ihn zu treffen.“

Al-Nawawi (möge Allah ihm barmherzig sein) sagte: „Dieser Hadīth bedeutet, dass die Liebe und der Hass, auf die hier Bezug genommen wird, das ist, was geschieht, wenn jemand einen Zustand erreicht, in dem die Reue nicht angenommen wird, wo der Sterbende über seine Situation informiert und ihm seine Bestimmung gezeigt wird.“

Es gibt viele Anzeichen für ein gutes Ende, welche die Gelehrten (möge Allah ihnen barmherzig sein) den Texten, die davon handeln, entnehmen konnten. Diese Anzeichen beinhalten die folgenden:

1. Das Aussprechen der Schahādah (des Glaubensbekenntnisses) während des Sterbens, denn der Prophet salla Allahu alaihi wa sallam sagte: „Ein Mensch, dessen letzte Worte „Lā ilāha illa Allāh“ (es gibt keinen Gott außer Allah) sind, betritt das Paradies.“ (Abu Dawud 3116; von al-Albāni in Sahīh Abi Dawud 2673 als sahīh eingestuft).

2. Mit Schweiß auf der Stirn zu sterben, denn al-Buraydah ibn al-Husayb (möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte: Ich hörte den Gesandten Allahs salla Allahu alaihi wa sallam sagen: „Der Gläubige stirbt mit Schweiß auf seiner Stirn.“ (Ahmad 22513; al-Tirmidhi 980; al-Nasā’i 1828; von al-Albāni in Sahīh al-Tirmidhi als sahīh klassifiziert).

3. In der Nacht oder am Tag von Freitag zu sterben, denn der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Es gibt keinen Muslim, der am Tag eines Freitags oder in der Nacht eines Freitags stirbt, den Allah nicht vor der Prüfung (Fitnah) des Grabes beschützen wird.“ (Ahmad 6546; al-Tirmidhi 1074; al- Albāni sagte: Wenn alle seine Isnād berücksichtigt werden, ist dieser Hadīth hasan oder sahīh.)

4. Als ein Kämpfer um Allahs willen zu sterben, denn Allah sagt (ungefähre Bedeutung):

„Und meine ja nicht, diejenigen, die auf Allahs Weg getötet worden sind, seien (wirklich) tot. Nein! Vielmehr sind sie lebendig bei ihrem Herrn und werden versorgt und sind froh über das, was Allah ihnen von Seiner Huld gewährt hat, und sind glückselig über diejenigen, die sich nach ihnen noch nicht angeschlossen haben (die noch keine Märtyrer sind), dass keine Furcht über sie kommen soll, noch sie traurig sein sollen. Sie sind glückselig über eine Gunst von Allah und eine Huld und (darüber), dass Allah den Lohn der Gläubigen nicht verlorengehen lässt.“ (3:169).

Und der Prophet salla Allahu alaihi wa sallam sagte: „Wer um Allahs willen getötet wird, ist ein Märtyrer, und wer um Allahs willen stirbt, ist ein Märtyrer.“ (Muslim 1915).

5. An der Pest zu sterben, denn der Prophet salla Allahu alaihi wa sallam sagte: „Die Pest ist das Märtyrertum für jeden Muslim.“ (al-Bukhāri 2830; Muslim 1916).

Es wurde überliefert, dass `Ā’ischah (möge Allah mit ihr zufrieden sein), die Ehefrau des Propheten (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm), sagte: „Ich befragte den Gesandten Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) über die Pest und er sagte mir, dass es eine Strafe ist, die Allah sendet, zu wem Er will, und dass Allah sie zu einer Gnade für die Gläubigen gemacht hat, denn es gibt niemanden, der zur Zeit der Pest in seinem Land bleibt, sie mit Geduld ertragend und nach Allahs Belohnung strebend, wobei er weiß, dass ihn nichts treffen wird außer dem, was Allah für ihn bestimmt hat, ohne dass er die Belohnung eines Märtyrers erhält.“ (al- Bukhāri 3474).

6. An einer Magenkrankheit zu sterben. Der Prophet salla Allahu alaihi wa sallam sagte: „… und wer an einer Magenkrankheit stirbt, ist ein Märtyrer.“ (Muslim 1915).

7. Zu sterben, indem man von einer einstürzenden Mauer zerschmettert wird oder indem man ertrinkt, denn der Prophet salla Allahu alaihi wa sallam sagte: „Es gibt fünf Märtyrer: derjenige, der an der Pest stirbt, derjenige, der an einer Magenkrankheit stirbt, derjenige, der ertrinkt, derjenige, der von einer einstürzenden Mauer zerschmettert wird, und derjenige, der um Allahs willen getötet wird.“ (al- Bukhāri 2829; Muslim 1915).

8. Wenn eine Frau an den Folgen einer Geburt stirbt oder während sie schwanger ist. Der Beweis dafür ist der bei Abu Dawud (3111) verzeichnete Hadīth, demgemäß der Prophet salla Allahu alaihi wa sallam sagte: „Eine Frau, die mit einem Kind stirbt, ist ein Märtyrer.“ Al-Khattābi sagte: „Was damit gemeint ist, ist, wenn sie stirbt mit einem Kind in ihrem Bauch.“ (`Aun al-Ma`būd).

Und Imām Ahmad berichtete (17341), dass `Ubādah ibn al-Sāmit sagte: „Der Gesandte Allahs salla Allahu alaihi wa sallam informierte uns über die Märtyrer und erwähnte dabei `Eine Frau, die durch das Kind in ihrem Bauch getötet wird, erhält das Märtyrertum und ihr Kind wird sie an seiner Nabelschnur zum Paradies ziehen.“ (von al-Albāni in Kitāb al-Janā’iz, S. 39, als sahīh klassifiziert).

9. Tod durch Verbrennen, Pleuritis und Tuberkulose. Der Prophet salla Allahu alaihi wa sallam sagte: „Um Allahs willen getötet zu werden ist das Märtyrertum, die Pest ist das Märtyrertum, das Ertrinken ist das Märtyrertum, an einer Magenkrankheit zu sterben ist das Märtyrertum und die Frau, die bei der Geburt stirbt, deren Kind wird sie an seiner Nabelschnur bis zum Paradies ziehen.“ Abu-l-Awām, der Verwalter von Bayt al-Maqdis fügte hinzu: „… und Verbrennen und Tuberkulose.“ (al-Albāni sagte: Hasan sahīh. Sahīh al-Targhīb wa-l-Tarhīb, 1396).

10. Während der Verteidigung der Religion, des Besitzes oder des Lebens zu sterben, denn der Prophet salla Allahu alaihi wa sallam sagte: „Wer auch immer getötet wird, während er seinen Besitz verteidigt, ist ein Märtyrer; wer auch immer getötet wird, während er seine Religion verteidigt, ist ein Märtyrer; wer auch immer bei der Selbstverteidigung getötet wird, ist ein Märtyrer.“ (al-Tirmidhi 1421).

Al-Bukhāri 2480 und Muslim 141 verzeichneten, dass `Abd-Allah ibn `Amr (möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte: Ich hörte den Propheten salla Allahu alaihi wa sallam sagen: „Wer bei der Verteidigung seines Besitzes getötet wird, ist ein Märtyrer.“

11. Während der Verteidigung der Grenzen des Islams um Allahs willen zu sterben. Muslim (1913) berichtete, dass Salmān al-Fārisi (möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte: Der Gesandte Allahs salla Allahu alaihi wa sallam sagte: „Die Grenzen des Islams für einen Tag und eine Nacht zu bewachen ist besser als das Fasten und das Beten in der Nacht für einen ganzen Monat und wenn er stirbt (während er seine Pflicht erfüllt), wird er weiterhin die Belohnung für diese großartige Tat erhalten sowie seine Versorgung und er wird von der Befragung im Grab ausgenommen.“

12. Eines der Zeichen für ein gutes Ende ist das Sterben während einer rechtschaffenen Tat, denn der Prophet salla Allahu alaihi wa sallam sagte: „Wer sagt `Lā ilāha illa Allāh`, nach Allahs Angesicht strebend, und dies ist die letzte seiner Taten, der wird das Paradies betreten. Wer Almosen gibt und dies ist die letzte seiner Taten, wird das Paradies betreten.“ (Imām Ahmad 22813; von al-Albāni in Kitāb al-Janā’iz, S. 43, als sahīh eingestuft).

Dies sind gute Zeichen, welche auf ein gutes Ende hinweisen, doch trotzdem können wir nicht sicher sagen, dass eine bestimmte Person zu den Einwohnern des Paradieses gehört, es sei denn, der Prophet salla Allahu alaihi wa sallam bestätigte, dass jener in das Paradies eingeht, wie z. B. bei den vier Khalīfen.

Wir bitten Allah darum, uns ein gutes Ende zu gewähren.

Qualle: Islam Q&A

Translation: ArRayyana.Wordpress.com

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