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Scheikh al-Islam Ibn Taimiyah (661 – 728 n.H. / 1263 – 1328 n.Ch.)

Scheikh des Islam Aĥmad Ibn ’Abdul-Ĥalim Ibn Taimiyah gehört zu den größten Erneuerern (Mudjadid) im Islam. Er, möge Allah mit ihm gnädig sein, ist im Jahre 661 n.H. (1263 n.Ch.) geboren und im Jahre 728 n.Ch. (1328 n.Ch.) gestorben. Wenn die Spuren eines Erneuerers zu seiner Zeit und zu seiner Epoche geläufig waren, so hat die Spur des Scheikhs des Islam, die zu seiner Zeit begonnen hat, angehalten bis zu unserer Zeit und ist an den Gelehrten und den Strebenden nach Wissen deutlich sichtbar. Die Leute des Wissens schöpfen immer noch aus seinem Wissen bezüglich des Zurückweisens der Feinde des Islams von den Ungläubigen und den Gruppen, die sich selbst den Islam zugeschrieben haben, wie die Rawāfid, die Ĥalwaliyah und der Djahmiyah, aber auch die Gruppen der Neuerer wie die al-Asch’ariyah oder der al-Murdji`ah.

Seine Ausführungen bezüglich den Themen über die islamische Rechtsnormen (al-Fiqh), der Ĥadīth-Wissenschaft, der Qur`ān-Erklärung sind so populär, als das sie explizit erwähnt werden müssten. Seine Bücher und Veröffentlichungen sind dafür Beweis genug. Er, möge Allah mit ihm gnädig sein, hat es nicht nötig, von Leuten wie uns gelobt zu werden. Sein Wissen und sein Verständnis bezüglich der islamischen Rechtsnormen sind allgegenwärtig. Dies kann nur ein Unwissender oder Abgeirrter leugnen.

Viele Gelehrte, die zu seiner Zeit gelebt haben, aber auch die nach ihnen kamen, haben ihm bescheinigt, dass er ein großartiger Gelehrter war. All das zeigt einem Unvoreingenommenen, dass all die Behauptungen, die von den Feinden dieser Religion und den Feinden der Şunnah gegen diesen Gelehrten verbreitet wurden, Lügen sind. In all dem Lob der Gelehrten für Ibn Taimiyah zeigt sich seine hohe Stellung in Wissen, Verständnis bezüglich der islamischen Rechtsnormen und der Stärke seiner Beweise. Das zeigt wiederum den Grund für die enormen Anfeindungen gegen diesen besonderen Mann von seitens der Ungläubigen und Neuerer. Er hat nämlich ihre Fundamente zerstört, sodass ihr Dach auf sie fiel. Wir werden einige dieser Dinge erwähnen, um das richtige Glaubensfundament vom Scheikh des Islam Ibn Taimiyah und seinen enormen Einsatz für die Reinheit der Şunnah und im Kampf gegen die Neuerer und Märchenerzähler zu zeigen.

Dieses Lob und diese Bescheinigungen für diesen Imām kommen nicht nur von seinen Schülern und Freunden, auch seine Widersacher haben ihm bescheinigt, dass er ein wahrer Imām und ein Pionier im Wissen, im Verständnis bezüglich der islamischen Rechtsnormen und in der Stärke der Beweisführung war. Sie haben ihm sogar bescheinigt, dass er mutig, großzügig und ein Kämpfer auf dem Wege Allahs (Mudjahid) war. Hier nun einige Lobaussprechungen und Bescheinigungen von großen Gelehrten:

Imām al-Ĥāfidh adh-Dhahabī, möge Allah mit ihm gnädig sein, hat über ihn gesagt: „Er ist unser Scheikh und der Scheikh des Islam. Er ist ein Unikum seiner Zeit, sei es im Bezug auf Wissen, Verständnis, Mutigkeit, Intelligenz, im Beratschalgen der Ummah, beim Gebieten des Rechten und Verbieten des Verwerflichen oder im Hören von Aĥādīthen, indem er daraus das gefolgert hat, was niemand vor ihm zuvor gefolgert hat.

Er ging voraus im Erläutern der Bedeutung des Qur`āns (Tafşir) und tauchte ein in die Feinheiten seiner Bedeutung. Er leitete daraus Dinge ab, die niemand vor ihm abgeleitet hat. Er ging außerdem voraus im Ĥadīth und im Auswendiglernen von diesem. Nur wenige konnten so viele Aĥādīthe auswendig wie er. Er hatte ein starkes Bedürfnis nach den Fundamenten des Ĥadīths und seiner Nähe, indem er stets viel Zeit dafür investierte, die Beweise in aller Klarheit aufzubringen. Er übertraf die Menschen im Wissen über die islamischen Rechtsnormen, über die Uneinigkeiten der Rechtschulen, über die islamische Rechtsprechungen der Gefährten und die ihrer Schüler, indem er, wenn er eine islamische Rechtsprechung (Fatwa) erließ, er sich nicht an eine bestimmte Rechtschule festhielt. Er berief sich stets auf die Rechtschule, dessen Beweise überwiegt hatte. Er beherrschte die arabische Sprache in ihrer Perfektion, sei es bezüglich ihrer Fundamente oder ihrer Zweige und bezüglich ihrer Begründung und ihrer Uneinigkeit. Er schaute sich die Sichtweisen der anderen an. Er kannte all die Aussagen der Plauderer. Er widerlegte diese, machte sie auf ihre Fehler aufmerksam und warnte vor ihnen. Er unterstützte die Şunnah mit klaren Beweisen und argumentiere für diese mit besten Argumenten. Ihm wurde von seinen Widersachern viel Leid zugefügt. Außerdem hat man versucht, ihn beim verteidigen der reinen Şunnah einzuschüchtern. Doch der erhabene Allah hat den Leuchtturm von Ibn Taimiyah in die Höhe ragen lassen und hat die Herzen der gottesfürchtigen Menschen sich in der Liebe für ihn vereinen lassen und auch im Aussprechen von Bittgebeten für ihn. Allah erniedrigte seine Feinde und leitete durch ihn viele Leute der Langeweile und des Verfalls recht. Allah ließ die Herzen der Könige und Fürsten von ihm abhängig und ihm gegenüber gehorsam sein. Allah erweckte wieder durch ihn das Morgenland und auch den Islam an sich, nachdem er die damaligen Führer dazu gedrängt hatte, zu handeln, da die Gruppe der Tataren und der Tyrannei Verbündete in die Reihen der Muslime eingeschleust hatten.

Er hatte viele Vorzüge gehabt. Er gehört zu den Größen dieser Nation, als das einer wie ich auf seine Biographie aufmerksam machen müsste. Wenn ich schwören sollte, dann würde ich auch schwören und sagen: Ich habe niemanden gesehen, der so war, wie er.“

Qadi Ibn Daqīq al-’Īd sagte: „Als ich Ibn Taimiyah traf, sah ich einen Mann, der die verschiedenen Wissensarten zwischen seinen Augen hatte. Er nahm davon, was er brauchte und ließ, was er wollte. Ich sagte zu ihm: Ich dachte nicht, dass Allah so einen wie dich erschaffen würde.“

Al-Ĥāfidh az-Zamalkani sagte: „Der erhabene Allah hat für Ibn Taimiyah die Wissenschaften leicht gemacht, so wie Er für Dawud, Allahs Frieden auf ihm, das Eisen biegsam gemacht hatte. Wenn er über etwas gefragt wurde und er antwortete, dachte man – weil die Antwort sehr genau war -, dass er sich nur in der betreffenden Wissenschaft auskannte.“

Ibn Taimiyah musste wegen seines Kampfes gegen die Neuerungen (Bid’ah) und den Ungerechtigkeiten ins Gefängnis. Selbst da hörte er aber nicht auf, die Menschen zu lehren, so dass die Leute, die wegen ihrer Verbrechen im Gefängnis waren, als Da’is (d.h. Leute, die zum Islam einladen) herauskamen.

Imām Ibn Taimiyah hat sich für die Verteidigung der Glaubenslehre (al-’Aqīdah) durchgesetzt. Er musste gegen die Neuerungen in der Religion (Bidda‘) kämpfen. Dies tat er durch das strenge Festhalten an den Qur`ān und der Şunnah des Propheten Muĥammad, möge Allah ihn loben und Heil schenken. Deswegen gab es öfter offene Auseinandersetzungen zwischen ihm und den Vertretern dieser Neuerungen. Und deswegen schrieb Ibn Taimiyah auch viele Bücher über die Şunnah und die Neuerung. Und deswegen saß er dafür auch immer wieder im Gefängnis ein.

Er wurde im Jahr 709 n.H. für 8 Monate nach Alexandria verbannt. Als er dann hochverehrt nach Kairo zurückkehrte, kamen zu ihm viele Leute, Richter und Gelehrte und baten ihn um Verzeihung für ihre feindseligen Taten ihm gegenüber. Er sagte: „Ich verzeihe jedem, der mich geschädigt hat.“ Als der Sultan ihn bat, eine islamische Rechtssprechung (Fatwah) zu geben, wonach er berechtigt wäre, manche Gelehrte zu töten, die gegen Ibn Taimiyah waren, und die ihn als Sultan nicht mehr haben wollten und einem anderen den Treueid (arab. Bay’ah) leisten wollten, fing Ibn Taimiyah an, diese Gelehrte zu loben, und sagte zum Sultan: „Wenn du sie tötest, wirst du nie wieder ihresgleichen finden.“ Der Sultan sagte überrascht: „Sie wollten dich aber töten und haben dir auch ständig Schaden zugefügt.“ Ibn Taimiyah sagte: „Wer mir schadet, dem werde ich verzeihen. Und wer Allah und Seinem Propheten Schaden zufügen wollte, den wird der erhabene Allah bestrafen. Ich nehme für mich persönlich keine Rache.“ Er sprach mit dem Sultan so lange, bis auch er den Gelehrten verziehen hat, die gegen ihn revoltierten.

Ibn Makhluf, der Richter der mālikitischen Rechtsschule, sagte: „Wir haben niemals jemand wie Ibn Taimiyah gesehen: Wir versuchten, die Leute gegen ihn aufzuhetzen, doch schafften es nicht. Als er aber schließlich die Macht über uns hatte, verzieh er uns und verteidigte uns sogar.“

Imām Ibn Taimiyah kämpfte auch gegen die Tataren und deren Handlanger, als sie in der islamischen Welt sehr viel Unheil stifteten. Nach 7 Jahren Aufenthalt in Ägypten kam Ibn Taimiyah nach Damaskus zurück. Dort verfasste er zahlreiche Bücher.

Scheikh Berzali sagte: „Imām Ibn Taimiyah starb in der Nacht zum Montag, den 20. Dhu l-Qi’dah des Jahres 728 n.H. (25. September 1328 n.Ch.) im Gefängnis von Damaskus. Viele Leute kamen zum Gefängnis, um von ihm vor der Totenwaschung Abschied zu nehmen. Fast alle Stadtbewohner drängten sich, um hinter seinem Sarg zu laufen und für ihn das Totengebet zu verrichten. Man zählte 15.000 Frauen und 100.000 Männer, abgesehen von denen, die auf den Dächern standen. Jeder, der kommen konnte, kam auch. Und derjenige, der nicht kommen konnte, machte Du’ā` (Bittgebet) für ihn. Scheikh Muĥammad Ibn Tamam verrichtete für ihn das Totengebet im Gefängnis, dann wurde das Gebet noch mal in der Ummajaden-Moschee wiederholt, und ebenso noch mal auf dem Friedhof, wo sein Bruder Zaynu d-Dīn ‘Abdur-Raĥmān das Gebet leitete. Imām Ibn Taimiyah wurde neben seinem Bruder Scharafu d-DĪn ’Abdullah begraben.“

Daraqutni berichtete: „Abu Şahl Ibn Ziyad al-Qatan sagte: „Ich hörte ’Abdullah Ibn Aĥmad Ibn Ĥanbal wie er sagte: „Ich hörte meinen Vater  sagen: „Sagt zu den Leuten, die Neuerungen machen und dazu einladen: Wir unterscheiden uns in der Art unserer Beerdigungen.“ Daraqutni sagte: „Die Beerdingung von Ibn Aĥmad Ibn Ĥanbal war ohne Zweifel sehr groß, denn er war nicht nur beim Volk beliebt, sondern auch bei der (aktuellen) politischen Führung. Scheikh Ibn Taimiyah dagegen starb in Damaskus, wobei Damaskus damals nur ein Zehntel der Bewohner Bagdads hatte, und der Imām starb im Gefängnis, während viele Rechtsgelehrte vor den Leuten Schlechtes – was nicht nur die Muslime, sondern auch die Nichtmuslime von ihm abwenden lässt – über ihn redeten. Trotz allem hatte Ibn Taimiyah so eine große Beerdigung.“

Er kam mit seinem Vater nach Damaskus, als er noch ein kleines Kind war. Dort studierte er jahrelang Ĥadīth bei vielen Gelehrten. Fast alles was er hörte behielt er auch im Kopf. Dann beschäftigte er sich mit anderen Wissenschaften. Er war sehr klug, denn er kannte sich in vielen Bereichen aus, so dass man dachte, wenn er über ein Thema mit jemand sprach, dass er sich nur für diesen Bereich spezialisiert hatte. Er war Imām in den Disziplinen Tafşir (Qur`ān-Erläuterung), Fiqh (islamische Rechtsnormen), Ĥadīth, Überliefererwissenschaft, Uşūl (Grundlagen) und arabische Sprachwissenschaft.

Ibn al-Zamalkani sagte: „Alle Bedingungen für den Idjtihād waren bei Ibn Taimiyah vorhanden.“

Zum Zeitpunkt dieser Aussage war Ibn Taimiyah erst 30 Jahre alt. Sein Bruder, Scheikh Zaynu d-Dīn ‘Abdur-Raĥmān erzählte, dass er mit Imām Ibn Taimiyah den Qur`ān achtzig Mal durchgelesen hat, während dieser in seinem Gefängnis in der Burg war. Er starb bei der 81. Rezitation, als sie die letzten Verse der Sure „al-Qamar“ lasen: „Gewiss, die Gottesfürchtigen werden in Gärten und an Bächen sein, am Sitz der Wahrhaftigkeit, bei einem allmächtigen Herrscher.“ Das war im letzten Drittel der Nacht zum Montag.

Ibn Kathīr sagte: „Ibn Taimiyah war von den großen Gelehrten, die natürlich auch Fehler machten, aber seine Fehler waren im Vergleich zum Richtigen wie ein Wassertropfen im Meer. Der erhabene Allah wird ihm – wenn Er will – seine Fehler verzeihen, denn wie Bukhārī überlieferte: „Wenn der Imām Idjtihād macht und das Richtige trifft, wird er zweifach (von Allah) belohnt. Wenn er aber Idjtihād macht und einen Fehler dabei macht, wird er einfach belohnt.“

Imām Mālik Ibn Anaş sagte: „Von jedem kann man etwas annehmen und auch ablehnen – außer von dem, der in diesem Grab ist (wobei er das Grab des Propheten, möge Allah ihn loben und Heil schenken, meinte).“

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Imām Aĥmad Ibn Ĥanbal (164 – 241 n. H. / 780 – 855 n.Ch.)

Er ist der wahre Imām, Scheich al-Işlām, Abu ’Abdillah Aĥmad Ibn Muĥammad Ibn Ĥanbal Ibn Hilāl Ibn Aşad Ibn Idrīş Ibn ’Abdullah Ibn Hayyān adh-Dhuhli asch-Schaybānī al-Marwāzī, dann al-Baĝdādī, einer der hervorragendsten Imame. Sein Vater war von den Soldaten des Marw. Er starb als junger Mann, und Aĥmad wuchs als Halbwaise auf. Man sagt, dass seine Mutter aus Marw wegging und ihn mit sich nahm. Er wurde in Rabī’ al-Awwal im Jahre 164 n.H. (November 780 n.Ch.) geboren.

Der Lehrer, der Imām, der Scheich al-Işlām, Abu ’Uthmān Işmā’īl Ibn ’Abdur-Raĥmān aş-Şābūnī an-Nayşabūrī – möge Allah mit ihm gnädig sein – teilte uns mit, als er nach Damaskus im Radjab des Jahres 432 n.H. kam, sagte er: […] Abu l-Fadl Şāliĥ Ibn Aĥmad Ibn Ĥanbal sagte: Ich hörte meinen Vater sagen: „Ich wurde im Jahre 164 n.H. zu Beginn des Rabī’ al-Awwal geboren.“

Er sagte: Ich hörte sagen: Mein Vater sagte: „Ich studierte Ĥadīth, als ich 16 Jahre alt war.“

Mein Vater sagte: „Wenn ich 50 Dirhams bei mir hätte, würde ich ständig zu Djarīr Ibn ’Abdul-Ĥamīd in ar-Rayyi reisen. Manche unserer Gefährten sind gegangen und es war für mich nicht möglich zu gehen, denn ich habe nichts bei mir.“

Ich hörte Şāliĥ sagen: Ich sagte zu meinem Vater: „Ein Ĥadīth könnte lauten ‚Der Gesandte Allahs – möge Allah ihn loben und Heil schenken – sagte…’ Jedoch könnte jemand schreiben: ‚Der Prophet – möge Allah ihn loben und Heil schenken – sagte…’ Er sagte: ‚Ich sehe darin kein Problem.’“

Imām asch-Schāfi’ī (gest. 204 n.H. / 819 n.Ch.) sagte: „Ich verließ Bagdad, und ich habe keinen Mann hinter mir gelassen, der besser wäre, mehr Wissen oder großen Fiqh (Verständnis) noch größere Taqwah hat als Aĥmad Ibn Ĥanbal.“

Abu Dāwūd (gest. 257 n.H. / 871 n.Ch.) sagte: „Die Unterrichte von Aĥmad waren Sitzungen des Jenseits. Er hatte niemals irgendetwas von den weltlichen Angelegenheiten erwähnt; und ich habe ihn nie diese Welt erwähnen sehen.“

’Ali Ibn al-Madanī (gest. 234 n.H. / 848 n.Ch.) sagte: „Wahrlich, Allah hat diese Religion durch Abu Bakr as-Siddiq am Tage der Apostasie unterstützt; und durch Aĥmad Ibn Ĥanbal am Tage der Heimsuchung.” [Tadhkīrāt al-Ĥuffādh, 2/432].

Qutaybah Ibn Şa’īd (gest. 240 n.H. / 854 n.Ch.) sagte: „Wenn du einen Mann Aĥmad lieben siehst, dann wisse, dass er eine Person der Şunnah ist.“

Und Abu l-Ĥaşan al-Asch’arī (gest. 324 n.H. / 936 n.Ch.) sagte: „Unsere Haltung, die wir inne haben und als Religion einnehmen, ist: das Festhalten am Buche Allahs, unseres Herrn – des Allmächtigen und Majestätischen – und der Şunnah unseres Propheten Muĥammad – möge Allah ihn loben und Heil schenken – und an dem, was von den Gefährten, den Tābi’īn und den Ĥadīth-Imamen überliefert wurde. Dies ist es, woran wir festhalten, und ebenso dem gegenüber, was Abu ’Abdillah Aĥmad Ibn Muĥammad Ibn Ĥanbal, möge Allah sein Gesicht erhellen, seine Stufe erhöhen und ihm großartige Belohnung spenden, zu sagen pflegte, indem wir uns von dem entfernen, was seiner Haltung widerspricht. Denn er war der edle und vollkommene Imām, durch den Allah die Wahrheit klar gemacht und den Irregang entfernt und den Minhādj verdeutlicht hat, und durch ihn hat Allah die Neuerung der Neuerer, die Abweichung der Abweichler und die Zweifel der Zweifler vernichtet. Möge Allah daher barmherzig mit ihm, dem führenden Imām, sein.“ [Al-Ibānah ’An Uşūl ad-Diyānah (Nr. 24) von Abu l-Ĥaşan al-Asch’arī.].

Tādju d-Dīn aş-Şubqi (gest. 770 n.H. / 1368 n.Ch.) sagte: „Abu l-Ĥaşan al-Asch’arī ist der führende der Ahlu ş-Şunnah und Aĥmad Ibn Ĥanbal […].“ [Tabaqāt asch-Schāfi’iyyah al-Kubrah (2/250).].

Ibrāhīm al-Ĥarbī (gest. 285 n.H. / 898 n.Ch.) sagte: „Ich sah Abu ’Abdillah, und es war so, als ob Allah für ihn das Wissen der früheren und späteren Menschen gesammelt hätte.“ [Die oben genannten Überlieferungen wurden aus Şiyar A’lām an-Nubulā’ (11/177-358) entnommen].

Abu l-Fadl sagte: „Und er legte mir folgendes Testament vor: Im Namen Allahs, des Barmherzigen, des Erbarmers. Dies ist es, was ich – Aĥmad Ibn Muĥammad Ibn Ĥanbal – als Testament zurücklasse. Ich bezeuge, dass es keinen anbetungswürdigen Gott gibt außer Allah, ohne Partner ist Er. Und dass Muĥammad Sein Diener und Gesandter ist. Er sandte ihn – möge Allah ihn loben und Heil schenken – mit der Führung und der wahren Religion, so dass sie über alle anderen Religionen die Oberhand gewinne, selbst wenn es die Ungläubigen nicht mögen. Und er sollte diejenigen ermahnen, die ihm von seiner Familie und seinen nahen Verwandten gehorchen, dass sie Allah als Diener anbeten und Ihn preisen wie die Preiser, und dass sie aufrichtig die Gemeinschaft der Muslime ermahnen. Und ich bin wahrlich mit Allah als einen Herrn und mit Muĥammad – möge Allah ihn loben und Heil schenken – als einen Propheten zufrieden.

Und ’Abdullah Ibn Muĥammad, allgemein als Buran bekannt: ich gab ihm fünfzig Dinar, und er ist in dem, was er sagt, wahrhaftig. Daher ist dieses Geld von mir durch die Einnahmen des Hauses – so Allah will – zu zahlen. Wenn ich sterbe, wird es durch meine Söhne gegeben werden: Şāliĥ und ’Abdullah Ibn Aĥmad Ibn Muĥammad Ibn Ĥanbal. Deshalb werden sie alles Erwähnte und elf Dirham nach meinem Tode Ibn Muĥammad geben.

Zeugen: Abu Yusuf, Şāliĥ und ’Abdullah, Söhne von Aĥmad Ibn Muĥammad Ibn Ĥanbal.“

Abu l-Fadl sagte: „Und er bemühte sich im Fasten und aß nicht fetthaltig. Und vor dem kaufte ich für ihn Fett für einen Dirham, und er aß es für einen Zeitraum von einem Monat. Daher ließ er ab vom fetthaltigen Essen. Er fuhr mit dem Fasten und Arbeiten fort […].“

„Mein Vater wurde im Jahre 237 n.H. zu al-Mutawakkil geführt, und er blieb dort bis zum Jahre 241 n.H. Er war nicht lange dort, bevor ein Gesandter von al-Mutawakkil zu ihm kam. Es war am ersten Tag von Rabī’ al-Awwal im Jahre 241 n.H. Mein Vater musste sich mit Fieber in der Nacht von Dienstag ins Bett legen. Deswegen trat ich bei ihm am Dienstag ein, und er war im Fieberzustand und atmete sehr schwer. Ich wusste von seiner Krankheit, als er schwach wurde. Daher sagte ich zu ihm: ‚O Vater, mit was hast du letzte Nacht dein Fasten gebrochen?’ Er sagte: ‚Mit Wasser, dann wollte ich das Nachtgebet ausführen.’ So sagte er: ‚Nimm meine Hand’, also nahm ich seine Hand. Er kam zu einem freien Platz und seine Beine wurden schwach, bis er sich an mich anlehnen musste. Er wurde von mehr als einem Doktor versorgt; sie alle waren Muslime. ’Abdur-Raĥmān sagte zu ihm: ‚Du solltest einen Kürbis erwärmen und sein Wasser trinken’, und dies fand am Mittwoch statt. Und am Freitag lag er im Sterben. Daher sagte er: ‚O Şāliĥ!’ Ich sagte: ‚Zu Diensten.’ Er sagte: ‚Erhitze nichts an deinem Platz, noch am Platze deines Bruders ’Abdullah.’

Al-Fatĥ Ibn Şahl kam zur Tür, um ihn zu besuchen. Ich verborg ihn. Und ’Ali Ibn al-Dja’d und viele andere Menschen kamen, und ich verborg ihn. Daher sagte ich: ‚O Vater, die Menschen sind viele.’ Er sagte: ‚Was siehst du daher als angemessen?’ Ich sagte: ‚Deine Erlaubnis für sie zu ersuchen, und dann sie zu dir zu rufen.’ Er sagte: Ersuche die Hilfe Allahs bei der Wahl.’

Also traten die Menschen in großer Zahl bei ihm ein, bis das Haus voll war. Sie fragten ihn und besuchten ihn, dann gingen sie und eine andere große Gruppe trat ein. Und die Menschen waren viele, die Straße war voll, und dann schlossen wir die Tür. Ein Mann von unseren Nachbarn kam und trat bei ihm ein. Er sagte: ‚Wahrlich, ich habe diesen Mann etwas von der Şunnah wiederbeleben sehen, daher wurde ich sehr glücklich.’ Deshalb trat er bei ihm ein, besuchte ihn und sprach zu ihm und allen Muslimen. Ein Mann kam. Er sagte: ‚Würdest du so freundlich sein und mir Zutritt zu ihm gewähren?’ Ich sagte zu ihm: ‚Bestehe darauf, bis er sagt: ‚Tritt ein.’ Deswegen erlaubte ich ihm einzutreten. Er stand vor ihm und begann zu weinen. Und er sagte: ‚O Aba ’Abdillah, ich gehöre zu jenen, die dabei waren, als sie dich geschlagen haben. Wahrlich, daher kam ich, damit du mir verzeihst. Also stehe ich vor dir, und wenn du es für angemessen hältst, mich zu erlösen, so tue es.’ Er sagte: ‚Stimmst du dem zu, nie zu solch etwas zurückzukehren?’ Er sagte: ‚Ja.’ Er sagte: ‚Wahrlich, ich verzeihe dir.’ Daher ging er weinend und jeder, der zurückblieb von den Leuten, weinte auch.“ [Dieser Teil wurde zusammengefasst aus Şirāt al-Imām Aĥmad Ibn Ĥanbal entnommen].

Ibn Dura sagte: Aĥmad war ein Mann des Fiqh, des Auswendiglernens, des Wissens über Ĥadīth und Fiqh, der Frömmigkeit, der Abstinenz (Zuhd) und der Geduld. Wahrlich, Imām Aĥmad wurde mit der Behauptung über das Erschaffensein des Qur’ān geprüft. Und er wurde nach Bagdad gebracht, gefesselt und verhaftet. Er betete mit den Leuten im Gefängnis, während er gefesselt war. Als der Ramadan im Jahre 217 n.H. kam, und dies war 14 Jahre nach dem Tod von al-Ma`mūn, ging er zum Hause von Işĥāq Ibn Ibrāhīm, dem Gouverneur von Bagdad. Dann befahl al-Mu’taşim die Freilassung von Imām Aĥmad, nach seiner Bestrafung und Debatte. Und es wurde gesagt, dass al-Mu’taşim dies bedauerte und verlegen war, nachdem man die Sache berichtigte. Dann vereinte sich al-Mu’taşim und sein Sohn mit al-Wāthiq. Danach trat auf, was auch immer an Fitnah auftrat, und al-Wāthiq befahl, dass er sich nicht mit Imām Aĥmad treffen dürfe, noch sollte er in einem Land oder in einer Stadt leben, wo der Kalif ist. Daher lebte der Imām für den Rest seines Lebens im Untergrund. Während der Khilāfah von al-Mutawakkil machte Allah die Şunnah deutlich. Und der Kalif befahl die Aufhebung der Fitnah. Al-Mutawakkil befahl im Jahre 237 n.H., dass der Imām zu ihm gebracht wird. Bis der Imām starb ging kein Tag vorüber, ohne dass der Bote von al-Mutawakkil nicht zu ihm gekommen wäre. Der Imām starb im Jahre 241 n. H. am Freitag des 12. Rabi’ul Awwal (Juli 855 n.Ch.). Die Menschen schrieen und die Stimmen wurden mit Weinen zu solch einem Ausmaß erhoben, dass die Erde bebte. Die Bürgersteige und die Straßen waren voll. Die Bestattung ging zu Ende, nachdem die Menschen das Freitagsgebet verlassen hatten. Die Leute machten die Şunnah bei seiner Bestattung deutlich und verfluchten die Leute der Neuerungen. Daher machte Allah es durch dieses den Muslimen leicht, was auch immer sie an Problemen hatten, als sie Würde und den hohen Rang des Islam und die Unterdrückung der Leute der Abweichung sahen. [Dieser Teil wurde aus Muchtaşar Şiyar A’lām an-Nubulā’ (1/426-427) entnommen.].


Maßnahmen die beim Verrichten von Qiyyam al layl helfen

Qijām Al-Lail

بــــسم الله الرحمــن الرحيم
السلام عليكم ورحمة الله وبركاته

Das Wesen seiner frommen Diener lobend, spricht Allah, der Allerhabene:
تَتَجَافَىٰ جُنُوبُهُمْ عَنِ الْمَضَاجِعِ يَدْعُونَ رَبَّهُمْ خَوْفًا وَطَمَعًا وَمِمَّا رَزَقْنَاهُمْ يُنفِقُونَ

Ihre Seiten weichen vor den Schlafstätten zurück; sie rufen ihren Herrn in Furcht und Begehren an und geben von dem, womit Wir sie versorgt haben, aus.[32;16]

Der Prophet صلى الله عليه و سلم sagte:

عليكم بقيام الليل فإنه دأب الصالحين قبلكم وقربة إلى الله تعالى ومنهاة عن الإثم وتكفير
للسيئات

“Ihr sollt Qijām al-Lail (Wachen in der Nacht zum Gottesdienst) machen. Denn es ist die Art der Rechtschaffenen vor euch, eine Annäherung an Allah, den Erhabenen, es hält von Sünde ab und ist eine Sühne für begangene Sünden”.[Albani erklärte den Hadith für gesund (sahih) in „Sahih wa da’if al-dschāmi’as-saghīr“ (4079), der Klassifizierung der Hadithe eines Werks von Sujuti.Dies berichtet auch Tirmidhi (3549) als Teil eines längeren Hadithes, jedoch mit einer Überliefererkette, die Albani als schwach (da’if) deklariert.]

Dschabir (r.) berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs صلى الله عليه و سلم sagen: “In der Nacht gibt es eine bestimmte Stunde, die, wenn der Muslim in ihr aufsteht, um Allah um etwas Gutes vom Diesseits und vom Jenseits zu erbitten, Allah ihm dies gewährt, und eine solche Zeit gibt es jede Nacht”. [Muslim]

Al Hasan Al-Basri رحمه الله sagte: “Wir kennen keinen schwerer auszuführenden Akt der Anbetung als das Durchhalten während der Nacht und unser Geld zuspenden.” Er wurde gefragt: “Warum sind jene, die Qijām Al-Lail verrichten,unter den Menschen mit den schönsten Gesichtern?” Diesem antwortete er: “Weil sie sich vertraulich Allah, dem Barmherzigen, zuwenden und Er sie in Licht von Seinem Licht einhüllt.”

Maßnahmen, die beim Verrichten von Qijām Al-Lail helfen

Ibn Qudama: Wisse, dass Qijām al-Lail schwer ist, außer für den, dem Allah Erfolg gibt, die Maßnahmen zu schaffen, die es erleichtern.

Diese Maßnahmen, die helfen, Qijām Al-Lail zu verrichten, sind die Folgenden – es gehören sowohl äußere Maßnahmen als auch der innere Zustand des Menschen dazu:

Äußere Maßnamen:

• Dass man nicht zu viel isst.

• Dass man sich am Tag nicht unnötig körperlich ermüdet.

• Dass man einen kurzen Mittagsschlaf hält.

• Dass man zeitig schlafen geht und nicht unnötig in der Nacht wach bleibt.

• Dass man es unterlässt, Sünden zu tun. Ibn Qudama berichtet, dass Ath- Thauri sagte: Mir ist fünf Monate lang das Qijam al-Lail abhanden gekommen aufgrund einer Sünde, die ich begangen hatte.

Innerer Zustand des Menschen:

• Dass man ein reines Herz gegenüber anderen Muslimen hat, d. h. kein Neid, Hass usw.

• Dass man keine Neuerungen in der Religion (arab. bida’) macht bzw. von solchen überzeugt ist.

• Dass man Abstand nimmt von übermäßigem irdischem Genuss.

• Dass man der Vorzüglichkeit von Qijām al-Lail gewahr ist.

• Dass man sich bewusst macht, dass das Leben kurz ist und man jeden Augenblick sterben kann.

• Dass man Allah, den Erhabenen, liebt und einen festen Iman hat, dass man mit Allah in vertrautem Gespräch ist, wenn man Qijam al-Lail macht,und man sich richtig bewusst macht, dass man vor Allah steht und Er einen sieht. Dies führt dazu, dass man Sehnsucht nach dem Qijam al-Lail bekommt. Abu Sulaiman sagte: “Die Leute der Nacht (d. h. diejenigen, die Qijām al-Lail machen) haben mehr Genuss in der Nacht als die Leute, die ihre Zeit mit irdischen Vergnügungen verbringen, wenn sie gerade ihren Vergnügungen nachgehen”.

Abul-’Aliyyah „Wir sahen es als eine große Sünde an, dass ein Mann den Qur’an lernt und schläft ohne etwas davon zu rezitieren (im Gebet).“ Al-Zuhd, von Imam Ahmad ibn Hanbal رحمه الله

Quelle: تزكية Tazkija-Charakterreinigung


Einwände gegen die Tatsache das ein Mann Hur’al Ain haben wird, mit denen man den Mann teilen wird

Was geschieht im Paradies mit einem verheirateten Paar? Ich habe gehört, dass die Ehefrau bei ihrem Mann sein wird, doch der Ehemann wird zusätzlich zu ihr 70 Frauen zu seinen Diensten haben. Das scheint mir kein faires Konzept für Frauen zu sein, wenn sie ihren Ehemann auf diese Art teilen müssen.

Alles Lob gebührt Allah.

Erstens:

Der Gläubige muss sich den Gesetzen und Bestimmungen Allahs unterwerfen. Allah sagt (ungefähre Bedeutung): „Die Rede der Gläubigen, wenn sie zu Allah (zu Seinem Wort, zum Quran) und Seinem Gesandten gerufen werden, damit er zwischen ihnen richte, besteht nur darin, dass sie sagen: ‚Wir hören und gehorchen.‘ Das sind diejenigen, denen es wohl ergeht (weil sie ewig im Paradies leben werden).“ [24:51] (mehr …)


Biographie von Shaikh al Islam Ibn Taymiyyah, rahimahuAllah.

Taqi ad‐Din Àbû al‐’Abbās Àhmad Ibn ‚Abd‐Al‐Halīm Ibn ‚Abd‐ As‐Salām Ibn Taymiyya al‐Harrānī al‐Hanbalī wurde am Montag den zehnten des Rabi‘ al‐Awwal 661 n.H in Harrān geboren. Sein Vater floh im Jahre 667 n.H. mit der Familie aus Angst vor den Tartaren, welche in das Land des Ìslām eingefallen und sehr dicht bei Harrān waren, nach Damaskus. In Damaskus, dem damaligen Zentrum der Ìslām‐Lehre, folgte Àhmad Ibn Taymiyya dem Weg seines Vaters, welcher selbst Gelehrter des Ìslām war, indem er bei den Großgelehrten seiner Zeit lernte. Unter ihnen war eine gelehrte Frau mit dem Namen (mehr …)


Einen nicht-praktizierenden Muslim islamisch Bestatten?

Sind wir verpflichtet, an einem Totengebet einer Person anwesend zu sein, die sich selbst Muslim nennt (oder an Allah glaubt), jedoch Alkohol trinkt und niemals gebetet oder auch nur einen Tag im leben gefastet hat?

Gepriesen sei Allah.

Erstens:

Das Begleiten einer Beestattung eines Muslim, d.h. ihn zu waschen, einzuhüllen, und das Totengebet für ihn zu verrichten oder ihn zu begraben ist eine gemeinschaftliche Pflicht. Wenn es jemanden unter den Muslimen gibt, die dies tun können, so wird es mustahabb für den einzelnen und nicht verpflichtend. (mehr …)